Kuba-Reisen

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Flora und Fauna im Baukastensystem

Sie können sich die Reise nach Ihren Wünschen zusammenstellen:
z.B. Flug nach Havanna - kleiner Aufenthalt, dann Weiterflug nach Baracoa - dort die Aufenthaltstage/Exkursionstage je nach Wunsch

Rückkehr nach Havanna - einige Tage Havanna um die Stadt kennenzulernen anschließender Badeaufenthalt in Playa del Oeste oder Varadero
oder
Rückflug nach Deutschland
Flug nach Holguin bzw. Santiago - Transfer nach Baracoa
Aufenthaltstage je nach Wunsch - Rücktransfer nach Holguin bzw. Santiago zum Rückflug
oder
anschließender Badeaufenthalt in Baracoa, in Guardalavaca oder bei Santiago und dann Rückkehr nach Deutschland

Auch für Ihre Gesundheit können Sie während Ihres Aufenthaltes in Baracoa etwas tun:
Im Therapiezentrum: Hier werden u.a. Akupunktur und Massagen angeboten. Weiter gibt es in Baracoa Tanz- und Perkussionskurse.
Und besteht die Möglichkeit, daß Sie sich in Baracoa in einer vorzüglichen Schneiderei Kleidung machen lassen. Während Ihres Aufenthaltes ist die Maßkleidung fertiggestellt. Sie bringen aus Deutschland den Stoff, die Zutaten und ein Modell mit und zahlen dafür je Stück 17 Dollar.

Exkursionen

Während der Exkursionen betreut Sie der Naturwissenschaftler Dr. Alberto García. Selbstverständlich spricht er deutsch.

Baracoa liegt in unmittelbarer Nähe des Regenwaldes, das hat zur Folge, daß es dort öfters regnet, vor allem in den Bergen mehr als im übrigen Kuba. Die Art der Exkursionen können daher nur in Absprache mit dem Wissenschaftler durchgeführt werden. Dr. García lebt seit vielen Jahren in dieser Gegend und kennt das Wetter und damit welche Exkursion an welchem Tag möglich ist. Folgen Sie unbedingt seinen Anweisungen, es geht auch um Ihre Sicherheit und nehmen Sie auf alle Exkursionen Ihren Badesachen mit.

1. Stadt Baracoa
Stadtbesichtigung zu Fuß, u.a. Museum Matachin, das Zeugnisse der ursprünglichen Bewohner dieser Gegend, der Hatuey-Indianer, enthält. Besuch der Kirche "Nuestra Señora de la Asuncion". Hier befindet sich das Kreuz, das Kolumbus am 1.12.1492 Buch von Baracoa gesetzt hat.
Nachmittag zur freien Verfügung

2. El Yuncke
Exkursion durch Kaffe- Bananen- und Kakaupflanzungen zum Campismo "El Yunque". Von dort etwas anstrengender Aufstieg auf den Tafelberg "El Yunque. Vom Gipfel eine wunderbare Sicht über die ganze Gegend. Kolumbus erwähnte diesen Berg bereits in seinen Tagebüchern. Der Auf- und Abstieg dauert ca. 7 Stunden. Unterwegs Besichtigung eines Bauernhofes, einer Kokosöl- und Cucuruchufabrik und eines Malayoofens

3. Alexander-von-Humboldt-Regenwald-Schutzpark
Dieser Park wurde durch harten Einsatz von uns beiden - Dr. García und mir - ins Leben gerufen - siehe Geschichte des Parkes. Die Förderung kommt nun von ORO VERDE aus Deutschland. Eine ausführliche Beschreibung des Parkes und der Geschichte ist im Internet http://www.kuba-reisen.de/regenwald.html zu finden, kann auch angefordert werden.

a) Meer ca. 7 Stunden Beobachtung der Manatí (Seekühe) - meist lassen sie sich sehen.
Man fährt mit dem Boot durch sog. "Esteros" mit Mangrovenwald durch den sogar eine kleine Wanderung möglich ist um die besondere Flora und Fauna der Mangroven zu sehen: Muscheln, Krebse usw. und auch den endemischen Kanarienvogel des Mangrovenwaldes.

b) Balcon de Iberia ca. 8 Stunden
Einige endemische Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind: Incienso (Weihrauch), Kampfergras, Wildorchideen. Außerdem über 36 verschiedene Sorten von Farnen.
An Fauna ist vorhanden:
Der kleinste Frosch der Welt "Heterodactylus iberia, (9 mm),
die Falken Caguarero und Batista u.v.m.
Während der Wanderung wird 11 mal ein Fluß überquert. Baden kann man dann auch am drei Meter hohen Wasserfall "El Maja" Der Berg "Alto Iberia , 776 m hoch, gehört zur Kernzone des Regenwaldes und wird auch der unruhige Regenwald genannt.

c) Sendero el Recreo ca. nur 5 Stunden, vorgesehen zur Aklimatisierung.
Eine spezielle Vegetation, genannt "Charrasco" wächst hier auf Serpentin. Es gibt auch viel Casuarinasträucher. Weiter den halbimmergrünen Wald, Kiefernwald, viele Vögel wie Totí, Sinsonte - und immer wieder Bademöglichkeit zur Erfrischung.

Es gibt verschiedene Wege für den Beginn der Routen b + c. Der Wissenschaftler Dr. Alberto García wird dies je nach Wetterlage festlegen. Die Wanderrouten sind von ganz einfach bis mittelschwer. Eine erfordert jedoch unbedingt Schwindel-freiheit, die man mir (bzw. dem Wissenschaftler vorher schriftlich bestätigen muß).

4. Finka Duaba ca. 6 Stunden
Sie gehört zum Nationalpark Duaba. Eine interessante Exkursion durch die tropische Landschaft, durch den Fluß Duaba, Sie werden auch diesmal unterwegs auch eine Reihe von Medizinpflanzen kennenlernen. Auf der Finka haben Sie außer der Gelegenheit für eine Mahlzeit und eine Erfrischung die Möglichkeit der Kakao- und Kaffeeverarbeitung zu sehen.

5. Maisí
Diese Exkursion führt zum östlichen Landende von Kuba. Hier trifft der Atlantik mit dem karibischen Meer zusammen. Am "überraschenden Platz", dem Charco Azul" besteht Bademöglichkeit. Diese Gegend wird auch als Halbwüste oder Trockengebiet bezeichnet. An der Küsten ist xerophytische Vegetation, reich an Kakteen der Gattung Consolea und einer Reihe von endemischen Kakteen. Weiter ist der Besuch des Maquina-Museums und Möglichkeit zum Aufstieg auf den Leuchtturm vorgesehen.

6. Yumuri (60 km)
Über den "Paso de Alemanes" und vorbei an den dunklen Höhlen gelangen Sie zum Cañon "Yumuri". Mit dem Boot gelangen Sie in den Cañon um dann über die Wanderung am Fluß entlang eine Anhöhe mit guter Sicht zu erreichen. Außer der vielseitigen Flora erwarten Sie wunderschöne Landschnecken die größtenteils endemisch sind.
Am Eingang zum Cañon gibt es ein kleines Fischerdorf und sicher wird Ihnen eine Mahlzeit nach Fischerart angeboten.

7. Playa Maguana (50 km)
Ein mehr erholsamer Tag möglich. Auf Wunsch kann jedoch die Strandwanderung mit anderer Pflanzenwelt auf viele Kilometer ausgedehnt werden.

8. Duaba - Toa
Exkursion von der Mündung des Flusses Duaba zur Mündung des Flusses Toa. Hier gab es vor vielen Jahrhunderten eine Indianersiedlung der Hatuey und einen Opferaltar. Diese Altäre wurden damals auf Orten der Kraft - Radiäsisten kennen diesen Ausruck - errichtet. Nehmen Sie Ihre Rute oder das Pendel mit und testen Sie selbst.
Heute findet man hier Carmen, eine Nachfahrin der Indianer und Ihre Familie. Wenn Sie Glück haben, hat sie die Zutaten - z.B. Landkrebse - für ein echt indianischen Gericht und kocht für Sie.

9. Petroglifo-Höhlen
Wurden erst vor kurzer Zeit entdeckt. Höhlenmalereien und Begräbnisstätte der Ureinwohner und einen Wasserkanal aus dieser Zeit. In der Höhle befinden sich die typischen Tiere wie Fledermäuse, mehrere Sorten Insekten, etc. Im Hauptsalon der Höhle schöne Stalagmiten und Stalaktiten. Da die Höhlen für den Tourismus noch nicht ausgebaut sind, d.h. die Eingangsstufen noch nicht fertig sind, die Beleuchtung fehlt, sind unbedingt feste Schuhe mit guter Standfestigkeit und eine gute Taschenlampe notwendig

10. Perla de Agua
Ein "fast" Erholungstag. Die Exkursion geht in das Mündungsgebiet des Flusses Miel. Dort gibt es mehrere kleine Buchten zum Baden im Meer. Optional sind auch kleine Bootsfahrten in der Mündung möglich. Hier trifft Salzwasser und Süßwasser zusammen. Rundum Natur pur. Wie man sich die Karibik vorstellt.

11. Forstforschungszentrum
In der Nähe des Gebirgspasses "La Farola" befindet sich eines dieser Zentrum. Hier werden Forschungen für verschiedene Anpflanzungen durchgeführt, damit in Zukunft keine Erosion mehr entstehen kann. Je nach Art der Bepflanzung - Kiefern, Banane, Njame, Kaffee, Kakao gibt es selbstverständlich Unterschiede

12. Fluß Toa ca. 8 Stunden
Toa ist ein indianisches Wort und bedeutet "Frosch". Diese Exkursion führt entlang und durch des Fluß Toa, der zu einem großen Teil zum Park "Alejandro de Humboldt" gehört. Auch hier werden Sie wieder endemische Fauna, die Bäume Najesi und Roble Guayo, und sonstige vielfältige Fauna - allein 90 verschiedene Farne, auch Baumfarne sehen, und eine große Anzahl von Vögel wie z.B. Papagei, Catey beobachten können. Manchmal treffen Sie auch auf Bauernhöfe. Manchmal werden Geschichten über die Ureinwohner berichtet.
Erleben Sie die Schönheit des wasserreichsten Flusses von Kuba 30 m³/sek., 150 km lang, über 50 Nebenflüsse. Ein großer Teil des Warentransportes der Bewohner wird mit dem typischen Boot, der Cayuca durchgeführt.

Ab hier warten wir noch auf die Genehmigung der diversen Naturschutz- und sonst. Behörden:

13. Besuch einer Öko-Finca (90 km)
Diese befindet sich in den Bergen, in Limonar, ca. 45 km von Guantánomo entfernt. Sie hat eine Fläche von 40 ha und wird von Professoren der Universität Guantánomo nach den Ideen der Ökolandwirtschaft geführt, d.h. gedüngt wird nur was an Abfällen dieser landwirtschaftlichen Produktion anfällt wie auch von den dort erzeugten Nutztiere wie Geflügel, Kaninchen, Schweine, Ziegen Schafe etc. Durch gezielte Anbaumaßnahmen braucht man auch keine Pestizide, denn die Natur ergänzt sich dadurch ja selbst. Tropische Früchte wie auch Kaffee und Kakao werden dort erzeugt. Kaffee kann man kaufen
Bis das bäuerliche Gästehaus (Bohio) fertig ist, kann man dort nur mit Zelten und Schlafsack übernachten.

14. Tetas de Teresa
Exkursion über den Tierpark von Baracoa und den tropischen Mischwald auf einen 156 Meter hohen "Busen der Teresa" Er gehört zu den 7 Lügen von Baracoa. Sie werden am Ende Ihres Aufenthaltes alle 7 Lügen kennen, einige besuchen Sie sogar. Z.B. fließt im Honigfluß kein Honig!!

15. Rio Miel (Honigfluß)
Die Exkursion beginnt ab der Straßenbrücke in Baracoa und führt zuerst noch vorbei am bewohntem Gebiet der Stadt Baracoa. Bald geht es dann mehrere Kilometer am Flußlauf entlang durch interessante Natur um die Vielfalt der Vögel zu beobachten, wunderschöne Schmetterlinge zu bewundern, zu baden (es gibt keine Bilharziose) und die Seele baumeln zu lassen

17. für Kakteen-Experten und -freunde
Exkursion von Baitiquiri bis Cajobabo, den Trockengebiet Kubas, eigentlich schon Halbwüste. Hier gibt es 16 verschiedene Kakteensorten wie z.B. Melocactus spp. Harrisia sp., Piloso cereus, Mamilaria spp. usw. Die Exkursion wird durch einen Botaniker dieser Fachrichtung begleitet. Bei großem Interesse kann diese Exkursion auch auf einige Tage ausgeweitet werden. Übernachtung am nahen Campingplatz mit Möglichkeit im Fluß oder Meer zu baden.

Ab 10 Personen wurde die Genehmigung erteilt, aber seit die Taliban in der amerikanischen Base sind, ist die Erteilung der Genehmigung allerdings sehr selten geworden.

16. Caimanera
Mit dem Bus der Armee fährt man zum Restaurant "Alto de Malones". Von dort wird mit einem Boot über eine Lagune übergesetzt für den Aufstieg. Nach dem Übersetzen findet man einen sehr großen alten Kaktus. Unterirdisch geht es dann weiter nach oben auf den Gipfel um dann mit den Ferngläser des Militärs die Base der US-Amerikaner zu beobachten. Nach dem Abstieg geht es weiter mit dem Bus zum Felsen-Museum.

Änderungen vorbehalten

Einige naturkundliche Erläuterungen zur Region Baracoa (Ost-Kuba)

Naturräumliche Angaben
Baracoa liegt im bergigen Osten Kubas und gehört zum sog. Nipe-Baracoa-Massiv. Mit Jahresmittelwerten von 24-26°C und Niederschlagsmengen von 1400 mm an der Küste und bis über 3000 mm in höheren Lagen, ist das Klima als subtropisch bis tropisch zu bezeichnen. Der geologische Untergrund im Bereich von Baracoa besteht meist aus Kalkgestein oder Dolomit, im weiteren Umfeld gibt es ferner Serpentin und ultrabasische Gesteine vulkanischen Ursprungs. Über diesen Gesteinen entwickelten sich, je nach Geländelage mehr oder weniger mächtige Böden, die zuweilen durch den Gehalt von Eisenoxyd rot gefärbt sind.

Vegetation
Die Region um Baracoa ist etwa zu 50 % mit Wald bedeckt, der teilweise noch ursprünglich ist. Auf der Restfläche gibt es Weideland und landwirtschaftliche Kulturen. In Küstennähe finden sich bei mehreren regenarmen Monaten sog. immergrüne Saison regenwälder, in höheren Lagen ohne merkliche Trockenzeiten echte immergrüne Regenwälder.
Als Besonderheit sind u.a. die Kiefernwälder in höchsten Lagen zu erwähnen, die man beispielsweise bei einer Fahrt über die Paßstraße "La Farola" sehen kann. Hier gedeihen neben der Kubanischen Kiefer (Pinus cubensis) die altertümlichen Baumfarne (Cyathea spec.) Unter der großen Zahl der Baumarten der Region finden sich nicht wenige Edelhölzer, z.B. Teakholz (Tectona grandis) und Mahagoni (Swietenia macrophylla). Als weitere auffällige Baumarten sind zu nennen:
Die Königspalme (Roystonea regia), Kubas Nationalbaum, die prachtvoll blühenden Korallenbäume (Erythrina spec.) sowie die ausladenden Regenbäume (Samanea saman) die oft dicht mit epiphytischen Ananasgewächsen (Tilandsia-Arten u.a.), mit Philodendron und Farnen, z.B. Nestfarn (Asplenium nidus) bewachsen sind.

Ein eindrucksvolles Bild geben auch die würgefeigenartigen Pflanzen Clusia rosea ab, die als Liane beginnend, nach und nach ihre Wirtsbäume überwuchern und nach deren Absterben schließlich als eigenständige Bäume leben. Neben den bekannteren Nutzpflanzen wie Kaffee (Coffea arabica), Kakao (Theobroma cacao), Mango (Mangifera indica), zahlreichen Bananen- (Musa) und Orangensorten (Citrus) finden sich auch einige uns weniger geläufige, oft wildwachsende Nutzpflanzen wie die Stachel-Annone (Annona muricata), deren aromatisches, süßsaures Fruchtfleisch einen erfrischenden Geschmack hat, Ocumo (Xanthosoma sagittifolia), ein eßbares Aronstabgewächs, und Cayote (Sechium edule) ein birnengroßes Kürbisgewächs. Außerdem Bixa (Bixa orellana), ein Strauch deren Samen einen intensiv roten Farb stoff beinhalten, den die Colorado-Indianer im Osten Ecuadors zum Färben Ihrer Haut und Haare verwenden (Daher der Name "Rothäute"). In der Karibik wird Bixa lediglich zum Färben von Lebensmitteln, beispielsweise Reis, verwendet.

Endemismus
Endemiten sind Arten, die einen begrenzten Lebensraum haben, z.B. Pflanzen oder Tiere, die lediglich in einem Land oder einer Region vorkommen. In der Region Moa-Baracoa, die als eiszeitlicher Refugialraum gilt, hat sich das Klima seit dem Tertiär nicht wesentlich geändert. Sie wird daher als das bedeutendste Evolutionsrentrum Kubas betrachtet und gilt zusammen mit West-Haiti als Wiege (Ausbreitungszentrum) der meisten Pflanzenarten der Antillen.

Im Moa-Baracoa-Bereich wachsen allein ca. 1000 für Kuba endemische Pflanzenarten mit einigen endemischen Gattungen und Familien. Über 100 dieser Arten sind ausschließlich in diesem Gebiet zu finden, so z.B. das bereits als Fossilfund nachgewiesene Drachenbäumchen (Dracena cubensis), der Buxus baracoenis (Baraoca-Bux- baum) oder der Korbblütler Vernonia yunquensis. Die zuletzt genannte Pflanze wächst auf dem prominenten Tafelberg "El Yunque", den bereits Christoph Kolumbus erwähnte. Auch die Tierwelt hat einige Endemiten aufzuweisen, so z.B. die

Landschneckengattung Polymita mit zahlreichen wunderschönen und teilweise knallbunten Arten, von denen bereits 1854 der deutsche Naturforscher Luis Pfeifer berichtete.
Der Nationalpark "Alejandro de Humboldt" zum Schutz des noch vorhandenen Regenwaldes ist in diesem Gebiet durch meine Initiative entstanden. Jetzt besteht eine Zusammenarbeit von ORO VERDE/BRD und SNAP/CUBA

Das Kap Maisí
Östlich von Baracoa gelangt man nach etwa dreistündiger Fahrt an den östlichsten Punkt Kubas, dem Kap Maisí. Hier befindet man sich unversehens in einem Trockengebiet mit Halbwüstencharakter. Unter den Pflanzen, die sich an das trockene Klima angepaßt haben, gibt es neben den auffälligen Kakteen auch trockenresistente Sträucher und Kräuter, die als Schutz gegen die starke Sonneneinstrahlung dicht behaart sind, sowie kurzlebige Arten (z.B. der gelbe distelartige Mohn Argemone ochroleuca) die die trockenste Periode als Samen in der Erde überdauern. Unter den Kakteen, die in Säulenform, in Kugelform oder sogar baumförmig auftreten, gibt es auch einige Endemiten, so z.B. Arten der Gattungen Consolea und Melocactus.

Tierwelt
Beobachtungen der Tierwelt in der Gegend von Baracoa sind weitaus schwieriger lebt doch die Mehrzahl der größeren Tiere (Säugetiere, Amphibien und Reptilien) meist recht heimlich. Gelegentlich sind auf Mauern oder auch auf Pflanzen kleine Anolis-Eidechsen anzutreffen. Eine der wenigen, allesamt ungiftigen Schlangenarten Kubas, die endemische, bis zu vier Meter lange "Maja de Santa Maria" lebt zwar im Bereich des Toa-Flusses, man wird sie jedoch kaum zu Gesicht bekommen. Auffälliger und wesentlich häufiger anzutreffen sind Vertreter der Insekten, so v.a. zahlreiche, farbenprächtige Schmetterlinge. Zwanzig der ca. 300 Vogelarten Kubas sind endemisch.

Einige der in dieser Region sehr häufig anzutreffenden Arten:

Priolelus temnurus Kuba-Trogon - der Nationalvogel
Chondroierax wilsonii Wilson Milan
Buteo jamaicensis Rotschwanzbussard
Typto alba Schleiereule
Aramus guaranna Rallenkranich
Nyctanassa violacoe Cayennereiher
Charadrius voiferus Schreiregenpfeifer
Amazona leucocephala Weißkopfamazone
Tyrannus spp. Pitirre
Dives atroviolaceus Stärling
Falo sparverium Buntfalke
Chlorostilbon ricordii Kolibri
Ardeola ibis Kuhreiher
Xiphidiopicus percussus Grünrückenspecht
Mimus poygottus Spottdrossel
Columba passerina Sperlingstäubchen
Charadrius leucocephala Weißkopfmorgentaube
Streporproene zonaris Halsbandsegler

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