Landesinformationen

Reiseinfos - Land und Leute

Klima und Reisezeit

Auf Kuba herrscht heißes, tropisches Klima, dies wird aber durch ständige Winde gemildert. Kuba lässt sich grundsätzlich das ganze Jahr bereits.
Viele Besucher entscheiden sich für eine Kuba-Reise zwischen November und April. Die Temperaturen liegen dann zwischen 20 und 25° C. In dieser Zeit regnet es in Kuba weniger und die Wärmeist sehr angenehm für Rundreisen und Besichtigungen. Aber es kann auch in der sogenannten Trockenzeit regnen. Die Kaltfronten bringen dann in der Regel etwas kühlere Luft mit sich.
Mai bis Oktober sind die heißeren, schwüleren Monate und es regnet häufiger. Meistens regnet es jeweils nur nachmittags kurz und heftig und im Anschluss scheint wieder die Sonne. Die Temperaturen liegen dann zwischen 25 und 30° C. In diesen Monaten hat es weniger Touristen auf Kuba, sodass man häufig von attraktiveren Hotelpreisen profitieren kann.
Hurrikane können von Juli bis November auftreten.

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Geografische Lage

Der karibische Inselstaat, die größte der Antillen-Inseln, ist ungefähr so groß wie Baden-Württemberg und Bayern zusammen. Nordwestlich der Insel liegt der Golf von Mexiko, die Nordküste grenzt an den Atlantischen Ozean.
Im Süden liegt das ca. 140 km entfernte Jamaika, Richtung Osten in ca. 77 km Entfernung liegen Haiti und die Dominikanische Republik und Richtung Norden liegt das zur USA gehörende Florida. Das Land wird von vereinzelten Bergketten durchzogen. Im Westen hinter der Hauptstadt Havanna erhebt sich die Sierra de los Organos, im Osten liegt die Sierra Maestra und in der Mitte der Insel erhebt sich die Sierra del Escambray.
Die 1.250 km lange Insel ist an keiner Stelle mehr als 200 km breit und hat kaum große Seen oder Flüsse. Im Norden vom Atlantik umspült, im Süden von der karibischen See, hat Kuba eine 5.746 km lange Küste mit über 300 Naturstränden und beherbergt eines der weltweit größten Korallenriffe.

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Flora und Fauna

Kuba liegt in der tropischen Klimazone und beheimatet rund 8.000 Pflanzenarten, darunter 800 verschiedene Orchideen.An den Küsten bestimmen Mangroven das Bild, im Inneren des Landes sind etwa 300 Palmenarten zu finden. Im Süden des Landes hat es einige Kiefer-Eichen-Wälder, ebenso Überreste des immergrünen Regenwaldes. Heute wird die Vegetation Kubas hautsächlich von früchtetragenden Bäumen bestimmt, beispielsweise Zitronen-, Orangen-, Grapefruit-, Papaya- und Mangobäumen.
Kuba ist vor allem für seine bunte Vogelwelt bekannt. Wohl nicht zuletzt deshalb ist der Kubatrogon oder Tocororo (Priotelus temnurus) der Nationalvogel Kubas. Auch der kleinste Vogel derWelt, die Bienenelfe, auch Kubaelfe genannt, ist auf Kuba zuhause. Auf der Insel findet man Leguane, Krokodile, Schildkröten und ungefährliche Schlangen, dafür aber kaum Säugetiere.
Die Korallenriffe vor der Küste machen Kuba zu einem Paradies für entspanntes Schnorcheln und anspruchsvolle Tauchgänge. Im Norden der Provinz erstreckt sich die Inselgruppe Jardines del Rey mit dem zweitgrößten Korallenriff der Welt.

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Sprache

In Kuba ist Spanisch die Landessprache. Das kubanische Spanisch ist ein Subdialekt des karibischen Spanisch und weist im Vergleich zu den in Lateinamerika gesprochenen Dialekten einige Besonderheiten auf. Wegen seiner für Muttersprachler unverständlichen Aussprache wird das kubanische Spanisch auch scherzhaft Cubañol genannt.

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Bevölkerung

In Kuba leben derzeit knapp 12 Millionen Menschen. Die drei größten Gruppen sind weiße, farbige und Mulatten. Die Kubaner sind überwiegend sehr freundliche, hilfsbereite und meist gut gebildete Menschen. Die Lebensfreude der Kubaner wird auch durch den nicht vorhandenen Reichtum kaum getrübt. Der Durchschnittsverdienst eines Kubaners wird in Landeswährung gezahlt und beträgt umgerechnet zwischen 15 und 35 Euro. Hiermit kann man auch in Kuba nicht viel anfangen. Nicht nur Luxusgüter, sondern teilweise auch Kleidung und Kosmetik sind für Kubaner kaum erschwinglich.

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Religion

Auf Kuba sind vor allem afro-kubanische Kulte verankert sowie das Christentum in Form der römisch-katholischen Kirche sowie zahlreicher protestantischer Bekenntnisse. Etwa 50 % der Kubaner gelten als konfessionslos, 40 % bekennen sich zur römisch-katholischen, 3 % zur protestantischen Kirche, 2 % der Bevölkerung sind Juden und Moslems.
Volksreligion auf Kuba ist die afro-kubanische Santería. Um ihren Glauben unter dem spanischen Katholizismus aufrecht zu erhalten, setzten die Kubaner ihre Gottheiten den Heiligen der katholischen Kirche gleich. Dieser Brauch der Vermischung der Religionen ist den Kubanern bis heute geblieben.
Unter Fidel Castro galt Religion jahrzehntelang als unvereinbar mit dem Marxismus-Leninismus, seit 1992 ist die Religionsfreiheit jedoch verfassungsrechtlich verankert.

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Politik und Wirtschaft

Seit 1959 ist Kuba eine Sozialistische Republik unter Regierung der Kommunistischen Partei Kubas (PCC), der rund 15% der erwachsenen Kubaner angehören. Wer der Partei beitreten will, lebt deren Ideologie vor und bekommt im Gegenzug berufliche und gesellschaftliche Aufstiegschancen in vielen Bereichen.
Kuba ist eine der letzten sozialistischen Volkswirtschaften, die heute vor allem von der Tourismusbranche lebt. Die Ökonomie basiert desweiteren weitgehend auf dem Zuckerrohranbau- und Export, der Tabakindustrie sowie landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Reis, Mais, Bananen, Zitrusfrüchte und Kaffee. Hochentwickelt sind die Biotechnologiesparte und die Pharmaindustrie des Landes.

Geschichte

Kuba wurde vor etwa 8.000-10.000 Jahren besiedelt und beheimatete auf jeden Fall schon vor Beginn der christlichen Zeitrechnung verschiedene Indianerstämme. Kubas geschriebene Geschichte hingegen beginnt mit der Entdeckung 1492 durch Christoph Kolumbus.

Das spanische Zeitalter

Christoph Kolumbus entdeckte auf seiner ersten Reise 1492 die Insel Kuba. Im selben Jahr unterwarf Diego Velásquez de Cuéllar mit seinen Truppen die etwa 300.000 indianischen Bewohner und nahm die Insel für die spanische Krone in Besitz.

Wie bei anderen Eroberungszügen wurden die indigenen Völker durch Gewalt und eingeschleppte Krankheiten in kurzer Zeit nahezu ausgerottet. Zur Bearbeitung der Felder, auf denen Tabak und Zuckerrohr angebaut wurde, mussten die Spanier bald Sklaven aus Westafrika nach Kuba bringen. Zu dieser Zeit erlebt Kuba seinen größten Aufschwung durch den Anbau von Zuckerrohr, der Hafen von Havanna wird Sammelpunkt der spanischen Silberflotten.

1973 wird die Insel von den Briten erobert, die sie, im Tausch gegen Florida, gleich wieder an die spanische Krone zurückgaben. Im 18. Jahrhundert schnellte die Zahl der schwarzen Sklaven sprunghaft in die Höhe, eine Folge der Plantagenwirtschaft, die Kuba 1840 zum weltweit größten Produzenten von Zuckerrohr aufsteigen ließ. Als 1886 die Sklaverei verboten wurde, holten die Zuckerbarone Arbeiter aus China und von den Philippinen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lehnte sich die kubanische Bevölkerung erstmals gegen die spanischen Kolonialherren auf. 1868 beginnt der zehnjährige Unabhängigkeitskrieg mit Spanien, der 1878 endet. Erst im "Guerra de Independencia" (1895-1898), der mit der Besetzung durch die USA endete, kann Kuba sich von Spanien lösen.

Unabhängigkeit und Revolution

1901 wurde die Republik Kuba ausgerufen und eine erste präsidiale Verfassung verabschiedet. Die Dominanz der USA, seit 1880 der bedeutendste Wirtschaftspartner Kubas, blieb jedoch bestehen. Die wichtigsten Entscheidungen wurden in der US-amerikanischen Botschaft gefällt, einschließlich der, ob ein gewählter Präsident im Amt bleiben durfte oder nicht.

Mit Hilfe US-amerikanischer Großunternehmen gelangte 1925 General Gerardo Machado y Morales an die Macht, der einen extrem nationalistischen Kurs vertrat. Diktator Machado wurde 1933 von einer breiten Volksbewegung gestürzt. Doch nur wenig später kam Fulgencio Batista an die Macht. Batistawar über Jahrzehnte das Gesicht eines autoritären Regimes, das schließlich 1953-59 von den kubanischen Revolutionären unter Fidel Castro besiegt wurde.

Die Karibikinsel wird ein sozialistischer Staat. Kuba verstaatlicht Landwirtschaft und Industrie, bricht mit den USA und schließt ein erstes Handelsabkommen mit der Sowjetunion. 1961 scheitert eine von der CIA unterstützte Invasion von Exilkubanern in der "Schweinebucht". Im Kalten Krieg gerät die Welt 1962 in der Kubakrise an den Rand eines Atomkonfliktes: Die UdSSR will Raketen auf Kuba stationieren, die USA verhängt eine Seeblockade, die Welt hält 13 Tage den Atem an.

Gestützt durch sowjetische Subventionen und der UdSSR als wichtigsten Handelspartner, blieb die Wirtschaft Kubas stabil. Das ändert sich grundlegend, als Ende der 80er Jahre der Ostblock zerfällt und über 80% des bisherigen Außenhandels wegbrechen. Kubas Wirtschaft gerät in eine schwere Krise. Castro sieht sich gezwungen, ein Notstandsprogramm auszurufen. In den Jahren danach verfolgt die kubanische Führung einen liberalen Kurs, unter Beibehaltung der politischen Ordnung. Auf den Ausbau des Tourismus, seit Mitte der 1990er Jahre wichtigster Devisenbringer, wird besonders Wert gelegt.

Neuere Geschichte

Im Januar 2000 billigt der US-Senat die Lockerung des Embargos, wenn auch nur in bescheidenem Umfang. Zwei Jahre später wird nach einem Referendum der Sozialismus als unwiderruflicher Bestandteil der Verfassung festgeschrieben.

2004 führt Kuba den Kubanischen Peso ein, auch wird der Kontakt zu den EU-Botschaften wieder aufgenommen. Aufgrund gesundheitlicher Probleme gibt Fidel Castro nach 49 Jahren Präsidentschaft die Regierungsgeschäfte an seinen Bruder Raúl ab. Der wird 2008 neuer kubanischer Staatschef, Fidel Castro tritt endgültig von seinen politischen Ämtern zurück. Ende 2014 einigten sich Raúl Castro und der ehemalige US-Präsident Barack Obama auf die Aufnahme diplomatischer Beziehungen, die nun jedoch mit dem aktuellen Präsidenten Donald Trump wieder unterbrochen wurden.

 

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Feiertage

Gesetzliche Feiertage in Kuba:
•    1. Januar: Triunfo de la Revolución, Tag des Sieges der Revolution
•    2. Januar: Dia de la Victoria, Tag der Siegesfeier
•    1. Mai: Tag der Arbeit mit den üblichen Maiparaden, Festreden etc.
•    25.-27. Juli: Die drei Gedenktage zum Sturm auf die Moncada- Kaserne
•    10. Oktober: Jahrestag des Beginns der Unabhängigkeitskämpfe im Jahr 1868
•    25. Dezember: Weihnachten
•    31. Dezember: Silvester

Weitere wichtige Gedenktage:
•    28. Januar: Geburtstag José Martí
•    19. April: Sieg in der Schweinebucht.
•    8. Oktober: Todestag von Ernesto Che Guevara
•    28. Oktober: Todestag von Kommandant Camilo Cienfuegos 1959.
•    7. Dezember: Todestag von Antonio Maceo.

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Küche

Charakteristisch für die kubanische Küche sind die bunten Mischungen und die vielen Einflüsse. Sie enthält spanische, afrikanische, italienische, kreolische und karibische Elemente. Obwohl das Angebot an Nahrungsmitteln eher gering ist, geben die Kubaner ihr Bestes um die Mahlzeiten dennoch so vielfältig wie möglich zu gestalten. Oftmals beschränken sie sich jedoch nicht selten auf Hähnchen mit Reis und Bohnen. In den staatlichen Restaurants und in vielen Paladares (private Restaurants) finden sich auch Schweine- und Rindfleisch, sowie Meeresfrüchte auf der Speisekarte. Beilagen sind je nach Saison meist verschiedenes Gemüse, z.B. Bohnen, Reis, Süßkartoffeln, Maniok, Mais und vieles mehr. Was Getränke angeht, da ist die Insel natürlich für die Rumproduktion berühmt. Nicht nur pur wird ein guter Rum genossen, sondern er findet sich auch als Bestandteil zahlreicher Cocktails und Longdrinks wieder. Darunter die bekanntesten: Cuba Libre, Daiquiri und Mojito. Aber auch Bier ist ein sehr beliebtes Getränk bei den Kubanern. Wein wird eher selten getrunken, da er auch nur begrenzt erhaltbar ist.

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