Bevölkerung Kubas | Infos über Kuba von travel-to-nature - Kuba
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Die kubanische Bevölkerung

Demografie

In Kuba leben derzeit knapp 12 Millionen Menschen, wobei sich die Bevölkerung in den vergangenen 50 Jahren nahezu verdoppelt hat.

Etwa elf Prozent sind Schwarze, 37 Prozent Weiße, 1 Prozent Chinesen und 51 Prozent der Kubaner haben Vorfahren unterschiedlicher Herkunft. Eine Trennung der Bevölkerungsgruppen ist auf Kuba weniger stark ausgeprägt als auf anderen karibischen Inseln.

Die Kubaner sind überwiegend sehr freundliche, hilfsbereite und meist gebildete Menschen. Die Lebensfreude der Kubaner wird selbst durch fehlende materielle Grundlagen kaum getrübt. Der Durchschnittsverdienst eines Kubaners wird in Landeswährung gezahlt und beträgt neueren Zahlen zufolge etwa 20-30 US$ pro Monat. Die Reallöhne sind aufgrund der kubanischen Besonderheiten jedoch mit denen anderer Länder kaum vergleichbar. Luxusgüter, teilweise auch Kleidung und Kosmetik sind für Kubaner allerdings nach wie vor kaum erschwinglich.

Auf einen Blick

  • Landessprache Spanisch ("Cubañol")
  • Koexistenz von Christentum und afro-kubanischen Kulten
  • Religionsfreiheit unter staatlicher Führung

Sprache

In Kuba ist Spanisch die Landessprache. Das kubanische Spanisch ist ein Subdialekt des karibischen Spanisch und weist im Vergleich zu den in Lateinamerika gesprochenen Dialekten einige Besonderheiten auf. Wegen seiner für Muttersprachler unverständlichen Aussprache wird das kubanische Spanisch auch scherzhaft Cubañol genannt.


Religion

Auf Kuba sind vor allem afro-kubanische Kulte verankert sowie das Christentum in Form der römisch-katholischen Kirche sowie zahlreicher protestantischer Bekenntnisse. Unter Fidel Castro galt Religion jahrzehntelang als unvereinbar mit dem Marxismus-Leninismus, seit 1992 ist die Religionsfreiheit jedoch verfassungsrechtlich verankert.

Vor der Eroberung durch die Spanier glich die kubanische Mythologie jener der übrigen Karibik. Die oberste Gottheit der der Ureinwohner, polytheistischen Taíno, ist der Gott Yucahu. Weitere Gottheiten, die verehrt werden, sind Huracán, der Gott des Sturmes und Baibrama, der Gott der Fruchtbarkeit. Mit der Eroberung Kubas fassten christliche, insbesondere katholische Vorstellungen Fuß.

Als Sammelbecken einer synkretistischen Religion bildete sich mit der Katholisierung und der Einfuhr von Sklaven die Santería heraus. (Synkretismus bezeichnet die Vereinigung religiöser Ideen oder Philosophien zu einem neuen System oder Weltbild.) Den Gottheiten der aus Afrika importierten und von der spanisch-katholischen Herrschaft als heidnisch verbotenen Religion der Yoruba („Orishas“) wurden Heilige aus der katholischen Tradition zugeordnet, deren offene Verehrung durch die Sklaven von der Obrigkeit geduldet war. Ein Teil der Anhänger der Santería besucht katholische Gottesdienste und ist christlich getauft, die katholische Kirche hingegen lehnt die Santeria gänzlich ab.

Obwohl die kubanische Gesellschaft bereits vor der Revolution eine der weltlichsten Gesellschaften Lateinamerikas war, war sie grundsätzlich christlich orientiert. Das trug zu einer religiös begründeten Ablehnung der Revolution bei, als sie einen prokommunistischen Charakter annahm. Heute werden die Beziehungen zwischen Religionsgemeinschaften und Staat von dem 1985 eingerichteten Büro für Religiöse Angelegenheiten beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Kubas gesteuert.

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