Verhaltensempfehlungen Kuba | Infos von travel-to-nature - Kuba
Verhaltensempfehlungen
Verhaltensempfehlungen Kuba | Infos von travel-to-nature

Verhaltensempfehlungen für Ihre Kuba-Reise

Da Kuba ein in kultureller und politischer Hinsicht eher weniger bekanntes Reiseziel ist, ist es ratsam, sich eingehender mit den Gegebenheiten dort zu befassen. Mit Kritik an den bestehenden gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen halten Sie sich jedoch am besten gänzlich zurück.

Stolz, bunt, arm, revolutionär. All das triff auf die Kubaner zu, die über vergleichsweise wenig Besitz verfügen. Seien Sie sich im klaren darüber, dass es ein sehr starkes Wohlstandsgefälle gibt. Auch wenn es beim ersten Lesen eigenartig klingt: Rechnen Sie damit, dass man sich für Ihre persönlichen Alltagsgegenstände interessiert, die in Kuba wiederum häufig etwas Außergewöhnliches darstellen, beispielsweise ein Handtuch. Oder Seife. Betrachten Sie das auf keinen Fall als lästiges Betteln, sondern denken Sie daran: Kubaner würden sich über kleine Geschenke dieser Art ziemlich sicher sehr freuen. Packen Sie doch einfach ein, zwei Handtücher oder ein Stück Seife zusätzlich ein, die Sie dann dort lassen können.

Wenn Sie mit dem Mietwagen reisen, stellen Sie sich am besten gleich auf gänzlich andere Straßenverhältnisse und Verhaltensweisen ein. Es ist zwar relativ wenig Verkehr auf den Straßen, dennoch sollten Sie äußerst umsichtig fahren.

Auf einen Blick

  • Seien Sie zurückhaltend mit gesellschaftlicher oder politischer Kritik
  • Verschenken Sie die ein oder andere Kleinigkeit als Aufmerksamkeit
  • Vorsicht vor dem "kubanischen Rechtsabbiegen", dem Abbiegen mit ausgestreckten Arm statt mit dem Blinker
  • Generell gilt: Achtung im Straßenverkehr

Der Umgang mit Kubanern

Um es noch einmal zu sagen: Kuba ist ein armes Land und die Kubaner freuen sich sehr über kleine "Mitbringsel" wie beispielsweise Kleidungsstücke, Handtücher, Pflegemittel oder Shampoo. Für uns haben solche Dinge eher geringen Wert, für Kubaner jedoch bedeuten solche Geschenke sehr viel, da die meisten dieser Dinge völlig außer Reichweite sind. Denken Sie also daran, dass auch kleine Aufmerksamkeiten große Wirkung haben können.

Und wenn Sie nicht etwas direkt verschenken wolle, so kommt Ihre Gabe auch an, wenn Sie diese bei der Abreise einfach im Hotel auf dem Zimmer lassen. Keine Bange: Es findet sich schon ein neuer Besitzer!

Ein kurzer Hinweis noch, wie Kubaner mit Fremden umgehen. Viele Besucher in touristischen Regionen machen die Erfahrung, dass die angeboten Hilfe von Einheimischen nicht immer ehrlich gemeint ist. Dieser "Jineterismo" (Reiterei) ist letztlich Ausdruck einer früheren wirtschaftlichen und sozialen Krise Kubas und lässt sich am besten als eine Art "Überlebenswirtschaft" betrachten. Der weitaus größten Mehrheit der Kubaner sind diese Verhaltensweisen zutiefst unangenehm, sie lehnen sie ab.


Trinkgeld

Ein kleines Trinkgeld ist meistens angemessen und für die Kubaner auch sehr wichtig, da es für sie oft die einzige Möglichkeit ist, an Devisen zu kommen. Die Empfehlungen für die Höhe der Trinkgelder sind sehr unterschiedlich, man kann sich jedoch an den auch bei uns bekannten 10% orientieren. Bedenken Sie außerdem, dass der kubanische Monatslohn im Durchschnitt etwa 20 CUC beträgt.


Empfehlungen für alleinreisende Frauen

Allgemein ist Kuba für alleinreisende Frauen ein ausgesprochen sicheres Land, es sind so gut wie keine sexuellen Übergriffe oder sonstige Gewalt gegen Frauen bekannt. Achten Sie einfach darauf, keine allzu aufreizende Kleidung zu tragen und nachts die finsteren Gassen meiden.

Die Flirtversuche der Kubaner, die Pfiffe, Luftküsschen und Komplimente, können getrost ignoriert werden. Das gehört in Kuba einfach dazu und ist auf gar keinen Fall anzüglich gemeint!

Zudem können Sie ganz einfach durch ein paar spanische Worte klare Verhältnisse schaffen: „Déjame tranquila!“ (Lassen Sie mich in Ruhe!) oder auch ein schlichtes „No!“ wird seine Wirkung kaum verfehlen. Nur sehr selten sind die Annäherungsversuche wirklich ernst gemeint.


Im Straßenverkehr

Die kubanischen Verkehrsregeln sind einfach und den deutschen sehr ähnlich. Es herrscht Rechtsverkehr. Dennoch sollte man ein paar Punkte beachten: Anstatt zu blinken, strecken die Kubaner meist einfach nur den linken Arm aus dem Fenster. Auf der rechten Seite funktioniert das natürlich nicht, weshalb das Rechtsabbiegen so gut wie nie vorauszusehen ist. Außerdem ist es gewöhnungsbedürftig, dass sich die Ampeln immer hinter den Querstraßen befinden - daher einfach langsam an eine Kreuzung heranfahren.

Der Zustand der kubanischen Straßen lässt zu wünschen übrig. Oft trifft man auf tiefe Schlaglöcher, steinige Schotterpisten, Schienen oder gelegentlich sogar Bäche. In Kuba kommt man daher kaum ohne ein Reserverad aus. Nachts sollten Sie langsam fahren, da die anderen Verkehrsteilnehmer (Fahrradfahrer, Fußgänger, Pferdekutschen und Autos) oft kaum zu erkennen sind und die Straße zudem von Tieren aller Art bevölkert ist.

Und: Ortsschilder sind auf Kuba generell sehr rar. Trainieren Sie also Ihren Orientierungssinn und sorgen Sie dafür, dass Sie mit einer Karte ausgerüstet sind. Der Einsatz von GPS ist übrigens nicht erlaubt. Bitte beachten Sie außerdem die Schilder mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen, denn der nächste Polizeiposten ist meist nicht weit.


Was fotografieren?

Was Sie auf gar keinen Fall fotografieren dürfen: Militärische Objekte, Soldaten, Brücken und Flugplätze sowie verschiedene öffentliche Gebäude. Leider sind diese Bauwerke nicht immer entsprechend gekennzeichnet, machen Sie also lieber ein Foto zu wenig als zu viel.

Beim Fotografieren gilt grundsätzlich: Respektieren Sie die Menschen. Die Einheimischen fremder Länder gelten schnell mal als exotisch, doch sie sind keine Fotoobjekte. Im allgemeinen sind die Kubaner herzlich und offen und freuen sich sogar darüber, fotografiert zu werden. Vor allem Kinder sind Feuer und Flamme, wenn sie sich anschließend auf dem Display der Kamera anschauen dürfen. Fragen Sie einfach freundlich nach einer Erlaubnis, eine freundliche Geste kann Wunder wirken.


Draußen in der Natur

Wenn Sie im zum Beispiel im Gebirge unterwegs sind und Tieren begegnen: Auf gar keinen Fall füttern. Denn sind die Tiere erst einmal an das Betteln gewöhnt, können sie sich selbst nicht mehr versorgen und riskieren ihr Leben an Straßen.

Generell sollten Sie auch darauf verzichten, unbekannte Pflanzen zu berühren, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich um ein giftiges Exemplar handelt.

Seltene Hölzer am Wegrand oder beim Tauchen gefundene Korallen sind keine Souvenirs: Spätestens beim Zoll werden Sie massive Probleme bekommen.


Lkw als Transportmittel auf Kuba

Sicher in Kuba

Kuba gilt im allgemeinen als sicher. Dennoch ist es ratsam, ein paar einfache Regeln zu beachten.

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